Der Begriff Selbstmanagement wird als Kompetenz gesehen, die eigene persönliche und berufliche Entwicklung weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen zu gestalten. Die Pandemie hat starken Einfluss auf unser Leben und fordert stärker denn je unser Selbstmanagement. Wir arbeiten im Home-Office bzw. wechseln zwischen Home-Office und Präsenz, wir organisieren das private Umfeld, die Familie, die Kontakte mit Freunden, das Studium... In allen Lebensbereichen sind wir selbst verantwortlich unsere beruflichen und privaten Ziele zu erreichen. Wie gelingt Ihnen Ihr Selbstmanagement? Aus welcher Perspektive schauen Sie auf Ihre Möglichkeiten, selbst verantwortlich Entscheidungen zu treffen? Ein Modell, welches zu einem Perspektivwechsel einlädt und so zur Konzentration auf eigene Ressourcen anregt, ist das „Opfer-Gestalter-Modell“ von Stephen R. Covey. Es kann Sie dabei unterstützen, aktiv zu werden und selbst Verantwortung zu übernehmen. Das Opfer-Gestalter-Modell geht davon aus, dass alle Ereignisse, die um uns herum geschehen und einen Einfluss auf unser Leben nehmen, in zwei Bereiche einzuteilen sind: den Betroffenheits- und den Einflussbereich.

Im Betroffenheitsbereich können Ereignisse eingeordnet werden, welche von uns nicht beeinflusst werden können. Hingegen beinhaltet der Einflussbereich  Verhaltensformen, die wir selbst vornehmen können, um selbst zu handeln oder Handlungen zu unterlassen oder andere zum Handeln zu bewegen. Je nachdem auf welchen Bereich Menschen den Fokus ihrer individuellen Wahrnehmung bzw. ihres Verhaltens richten, ergeben sich verschiedene Perspektiven, die Opfer- oder Gestalter-Perspektive.

Opfer-Perspektive

Gestalter-Perspektive

Überprüfen und (wenn notwendig) verändern Sie Ihre Perspektive. Klären Sie, welche Situationen, Herausforderungen durch Sie beeinflussbar sind. Werden Sie Gestalter und nehmen Sie Einfluss! Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit bewusst auf Bereiche, die Sie beeinflussen können.

Dinge, die nicht aktiv durch Sie beeinflussbar sind, akzeptieren Sie und geben hier keine Kraft hinein. Ärger, Wut, Unzufriedenheit – Emotionen, die entstehen können, wenn Sie aus der Opfer-Perspektive auf Lebenssituationen blicken – sind Emotionen die Kraft entziehen.  

Freude, Zufriedenheit, Verbundenheit – Emotionen, die entstehen können, wenn Sie aus der Gestalter-Perspektive auf Lebenssituationen blicken – sind Emotionen, die Kraft geben.

Überprüfen Sie also Ihre Perspektive. Entscheiden Sie, welche Situationen Sie annehmen, akzeptieren und damit loslassen wollen, weil Sie nicht in Ihrem Einflussbereich sind, es sich also auch nicht lohnt, weiter Kraft dort zu investieren. Erkennen Sie gleichzeitig, wie viele Themen ihres Lebens in Ihrem Einflussbereich sind. Erkennen Sie die Größe Ihres Handlungsspielraums, wenn Sie sich bewusst für Veränderung entscheiden. Anfängliche Unsicherheit bei Veränderungsprozessen wird sich in Kraft verwandeln, wenn Sie sich immer wieder bewusst für die Gestalter-Perspektive entscheiden.

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.  Antoine de Saint-Exupéry 

Wer sich schon einmal mit Visionsentwicklung beschäftigt hat, kommt an diesem wunderbaren Zitat von Exupéry nicht vorbei. Visionen sind das kraftvolle Instrument um Krisen zu durchschreiten. Nach dem ersten Schock und dem Annehmen, dass es nicht mehr so ist, wie es war, ist es wichtig mit dem gesamten Team ein neues gemeinsames Zukunftsbild zu entwickeln. Durch ein gemeinsames Zukunftsbild können Sehnsüchte geweckt werden, für die es sich wieder lohnt, es entstehen positive Emotionen, die Kraft geben.

Lassen Sie sich von Krisen nicht erschüttern, schauen Sie immer auch nach vorn, wie es weiter gehen kann. Wenn Sie diese Fähigkeit in Ihrer Unternehmenskultur konsequent fördern, behalten Sie auch in Krisen Kurs und haben intelligente Bewältigungsstrategien.

Seien Sie schon jetzt gespannt auf das Monatsthema im Februar – Selbstmanagement und Selbstverantwortung.

Das tolle Foto ist übrigens von Lars Ullrich Houschka aus Schwerin.

Wie meistern Unternehmen oder Teams leistungsstark und fokussiert Krisen?  Durch die Gestaltung einer widerstandsfähigen Unternehmenskultur! Entwickeln Sie dafür geeignete Kompetenzen, die jeden Einzelnen und somit die gesamte Belegschaft befähigen, Herausforderungen zu bewältigen. Im Rahmen der Resilienzforschung wurden Kompetenz- und Entwicklungsfelder für eine kraftvolle Unternehmens-, Führungs- und Teamkultur entwickelt (vgl. Kompetenzfelder RZT - Resilienz-Zirkel -, vgl. Ella Gabriele Amann; Training Aktuell-Mikro-Inputs-Resilienz). Unter anderem sind dies: Zukunftsgestaltung und Visionsentwicklung, Lösungsorientierung, Optimismus, Gestaltungskraft... COWEO hat diese Kompetenzen aufgegriffen und im diesjährigen Jahreskalender integriert. Für jeden Monat haben wir ein Kompetenzpaar ausgewählt, welches Unternehmenskultur krisenfest gestalten kann, wenn diese Kompetenzen im Unternehmen etabliert werden. Wir stellen in unserem Aktuell-Bereich jeden Monat ein Kompetenzpaar vor und geben Anregungen, wie diese Kompetenz aufgebaut werden können, um Krisen leistungsstark gemeinsam durchzustehen. Unser Thema im Januar:  Zukunftsgestaltung und Visionsentwicklung. Lesen Sie direkt den nächsten Beitrag.

Die Fotos zum jeweiligen Monatsthema sind übrigens alle von Ullrich Lars Houschka aus Schwerin.

Lassen Sie uns zusammenarbeiten.

Website-Entwicklung: okapi-Werbeagentur 2020 | Copyright Gabriele Wilk/COWEO

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